Schlagwort-Archiv: Thomas Rausch

Kamin Lieferung, zweiter Versuch

Eigentlich bin ich ja irgendwie davon ausgegangen das es mit der Lieferung unseres Ofens nichts mehr werden würde, aber kurz nach 13 Uhr habe ich draußen einen LKW von Kamine Hark vorbei fahren sehen. Da habe ich mir erst gedacht, “das kann doch jetzt nicht sein, der hält ja noch nicht einmal an!”.

Falsch gedacht, bei genau der gleichen Situation wie am Mittwoch, nur diesmal kam der LKW aus der anderen Richtung durch die Strasse, hat er trotz Eis und Schnee drei Häuser weiter geparkt und unseren Kamin entladen.

Bravo Herr Rudolf, nur weil Du Granatenar*** nicht in der Lage oder einfach nur zu faul warst, Deinen LKW vernünftig zu parken verleihe ich Dir hiermit offiziell den Preis für den Idioten des Jahres 2010.
Über die restlichen Plätze mache ich mir noch Gedanken.

Zurück zum Thema…

Ok, da stand nun eine Palette mit einem Kamin vor dem Haus, aber wie bekomme ich das Ding ins Haus?
Das Zubehör war ja kein Problem, aber der Ofen war dann doch etwas größer und schwerer als ich gedacht hatte. Ich bin von ca. 60 – 70 cm und kg ausgegangen… tja leider sind es 150 cm und kg…
Und vor dem Haus sind drei Stufen zu überwinden…

Le fück… kann eigentlich nicht einmal etwas glatt laufen?

Warum dieser Ärger? Ganz einfach, das Gerät war auf einem Holzgestell mit vier Bolzenschrauben befestigt. Dieses Holzgestell wiederum war mit etlichen Nägeln auf der darunter liegenden Palette (mit EUR-Abmessungen) verbunden. Ergo ziemlich schwierig das Ding bei Eis und Schnee unfallfrei alleine durch die Gegend zu karren, denn bei den aktuellen Witterungsverhältnissen wollte ich keinen meiner Freunde anrufen und um Hilfe bitten.

Nachdem ich mir eine Sackkarre besorgt hatte, aber wegen dem ganzen Befestigungsgedöns nicht wirklich weiter gekommen bin, habe ich einen Frust-Anruf bei Herrn Rausch von Hark gestartet, immerhin hatte er:
1. mir die Selbstmontage empfohlen
2. eine Ortsbesichtigung durchgeführt und wusste um die Treppen

Warum hat mir dieser Provisionsjäger nicht gleich gesagt, das ich Hilfe bräuchte das Gerät ins Haus zu bekommen?

Seine Antwort auf meine Frage, wie ein Normalsterblicher das Ding ohne Hilfe transportieren sollte, war nicht wirklich hilfreich “unsere Monteure machen das immer zu zweit”… Arbeiten da bei Hark nur Idioten?

frei geschaufelter Weg

OK, musste ich mir eben wieder selbst helfen und habe mit 2 Latten und 3 Schamottsteinen eine Rampe gebaut und irgendwie den Ofen auf der kleinen Palette von der großen herunter geschafft. Der Weg über den Vordereingang war nicht zu bewältigen, dafür waren die Stufen zu hoch und zu glitschig. Also die Alternative über den Seiteneingang in die Küche, damit der Ofen zumindest schon mal im trockenen steht. Nachdem ich mir dann fast eine Stunde lang einen Weg durch Eis und Schnee über die Einfahrt bis zum Seiteneingang frei geschaufelt hatte, war es dann ein leichtes das 150kg Gerät mit der Sackkarre bis in die Küche zu schaffen.

Der Ofen vor der Küchentür

Die restlichen zwei Stufen von der Küche bis ins Esszimmer und von da aus ins Wohnzimmer waren auf jeden Fall auf Grund totaler Erschöpfung nicht mehr drin.

Aber trotz allem war ich sehr zufrieden, 3 Stunden vorher hätte ich jedenfalls nicht damit gerechnet überhaupt so weit zu kommen.

Nachdem wir gestern auf Grund heftiger Schneefälle unsere Wohnung nicht verlassen haben, war dann heute Showdown im Kampf Michael gegen den Kaminofen angesagt.

Ich hatte mir einen Plan ausgedacht: Aus zwei aufeinander geschraubten Schrankwänden (aus den Sperrmüllresten der Vorbesitzer) habe ich mir eine Rampe gebaut. Das ganze habe ich mit Schamottsteinen unterfüttert und zusätzlich ein paar Querstreben als Stützstufen auf die Bretter geschraubt.

War zwar alles ein bisschen wackelig, aber ich war guter Dinge… Ulrike war da etwas skeptischer. U.a.hat sie mich gefragt, wie ich später den Ofen von der kleine Palette bekomme. Meine Standardantwort “Darüber mache ich mir Gedanken wenn es so weit ist.”.

Egal, nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, ging es los die Rampe rauf. Es funktionierte auch ganz hervorragend bis kurz vor erreichen der zweiten Stufe die Rampe auf die darunter liegende Stufe abrutschte… Das hätte gut ins Auge gehen können, aber die Steine haben das ganze gestützt.

Und schon wieder ein Problem, da stand der Ofen zusammen mit der Sackkarre auf der provisorischen Rampe und ich fragte mich total verzweifelt “Wie bekomme ich jetzt den Dreck die letzte Stufe hoch?”

Und dann hatte ich eine einfache aber sehr hilfreiche Eingebung… wenn ich ein stabiles Brett von der oberen Treppenstufe auf die Hilfspalette lege, dann konnte ich den Ofen direkt mit der Sackkarre da runter heben, also ich hätte gleichzeitig das Palettenproblem gelöst (schade, das ich keine Knipse dabei hatte um das zu dokumentieren).

Tja, inzwischen steht der Ofen ohne Palette auf der Sackkarre im Wohnzimmer und wartet darauf morgen angeschlossen zu werden.

Weihnachtsgrüße von der Baustelle

Jau, wir sind in unserer Wohnung eingeschneit, d.h. kein gemütliches Weihnachten bei Muttern. Endlich mal etwas positives nach all den kleinen und großen Katastrophen der letzten Tage.

Katastrophe #1 ist definitiv der permanente Schneefall, das bedeutet für mich an 2 Stellen Räumdienst leisten.

Und die weiße Schei*e führt dann auch gleich zu Schrecken Nr. 2.

Mittwoch:
Der Stellplatz für den Kamin ist vorbereitet, also kann das gute Stücke kommen.

Da man mir keine Lieferzeit mitteilen konnte, habe ich mir einen Tag Urlaub genommen und während ich warte, habe ich schon mal angefangen die Wände zu grundieren.

Um 15:08 Uhr höre ich eine Hupe und nach einem Blick durch das Fenster sehe ich den LKW (7,5 Tonner) der Firma Hark.

Ich gehe nach draußen, der Fahrer sagt dann sofort mit einem Blick auf den Schnee (es hatte leider im Laufe des Tages geschneit) vor der Einfahrt “Ich kann hier nicht abladen”, setzt sich in seinen Truck und fährt wieder weg.

“Hallo Du A****!!! Geht’s noch???”

Herzlichen Glückwunsch Herr Rudolf von Kamine Hark, Du stehst auf der Liste der Idioten 2010 ganz weit oben.

OK, dann unseren Verkäufer Herrn Rausch (Niederlassungsleiter) bei Hark angerufen: “Kann ich Ihnen nicht’s zu sagen”, “Da müssen Sie mit der Versandabteilung sprechen”.  Prima, Du Provisionsjäger kommst auch gleich auf die Liste! Schon mal was von Dienstleistung gehört?

Danach hatte ich ein Gespräch mit Frau Müller von der Versandabteilung, “Wir haben sehr viele Auslieferungen und die Fahrer stehen unter Zeitdruck, da können die nicht großartig in einer Toreinfahrt rangieren” und “Wenn da Schnee liegt, dann ist es die Entscheidung des Fahrers nicht abzuladen”.

Nachdem ich dann die paar Schneeflocken beseitigt hatte, damit wir einen zweiten Versuch starten konnten, rief mich Frau Müller zurück und teilte mir mit, das es jetzt (30 Minuten später) nicht mehr möglich sei den Fahrer noch mal vorbei zu schicken. “Lenk- und Ruhezeiten” und so. Du blöde Kuh…ich habe früher selber LKW’s disponiert, es gibt immer eine Möglichkeit.

Aber wir könnten ja einen neuen Termin für das nächste Jahr ausmachen! Über die darauf folgende cholerische Entladung meines Frusts der letzten Wochen sollte ich besser den Mantel des Schweigens breiten. Das war nicht wirklich nett von mir…

Na ja, Frau Müller hat es irgendwie geschafft mich zu bremsen (Respekt!) und hat mir einen Ersatztermin für Donnerstag angeboten. (Deshalb kommt sie auch nicht auf die Liste).

OK, noch einen Tag Urlaub nehmen….

Zwischenzeitlich hatte Ulrike auch noch mit Herrn Rausch telefoniert… armes Schwein… das wünsche ich niemandem… Eigentlich ist sie ja sehr lieb, aber wenn sie losgelassen wird, habe selbst ich Angst. :D Obwohl verdient hat er es! Denn das wird der nachfolgende Beitrag für den Donnerstag zeigen… Es blieb übel… :(